Biogas ist ein aus biologisch abbaubarer Masse hergestelltes Gas.
Es handelt sich dabei um einen der Natur nachgeahmten Prozess: kommt organische Masse unter Luftabschluss (z.B. in Sümpfen und Mooren), wird diese von Bakterien zersetzt - es entsteht Biogas. Verwertet werden beispielsweise tierische Exkremente oder Abfälle aus der Lebensmittelindustrie sowie nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft. Das vergorene organische Material, das dabei als Nebenprodukt anfällt, stellt einen hochwertigen Dünger für die Landwirtschaft dar.
Bei der Biogas-Verbrennung wird nur CO2 freigesetzt, welches zuvor von der Pflanze bei ihrem Wachstum der Luft entzogen wurde. Sofern für die Rohstoffe keine langen Transportwege nötig sind, ist Biogas also CO2-neutral. Darüber hinaus verursachen Biogas und Erdgas kaum Feinstaub; die Partikel-Emissionen sinken um rund 80 Prozent.
Weitere Informationen zum Thema Biogas unter:
www.gaswaerme.at/bbg >>
Mit der Anhebung auf Erdgasqualität werden die allgemein positiven Effekte von Biogas potenziert. Nach der Aufbereitung des Roh-Biogases (Reinigung und Methananreicherung) kann Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist und in der Folge als umweltfreundlicher und kostengünstiger Treibstoff für Erdgasfahrzeuge verwendet werden. Die Umweltvorteile von Erdgas als Kraftstoff und Biogas lassen sich damit ideal kombinieren.
Der Anteil von Biogas bei CNG (Compressed Natural Gas) ist derzeit noch gering, soll aber in den nächsten Jahren deutlich erhöht werden.
|
|
Dem Einsatz von Biogas als Kraftstoff in Form von Bio-CNG (Bio-„Compressed Natural Gas“ = 80% Erdgas, 20% Biogas) wird ein hohes Potenzial zugeschrieben.
Im Vergleich zu Benzin reduzieren sich mit dem Produkt „Bio-CNG“ die Emissionen von klimarelevantem CO2 um rund 45 %, von Stickoxiden um bis zu 95%, von motorbedingtem Feinstaub um 100% und von Partikel um bis zu 80%. Bio-CNG stellt damit unter allen alternativen Treibstoffen die effektivste Lösung dar, um die Emissionen im Straßenverkehr nachhaltig zu senken.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist Bio-CNG auch deshalb zu forcieren, weil die Kosten je eingesparter Tonne CO2 geringer sind als bei anderen alternativen Treibstoffen, der Hektar-Ertrag und damit die Effizienz jedoch höher und Bio-CNG einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der EU-Ziele im Treibstoff-Bereich leistet.
2006 wurde auch die „Plattform Bio-CNG“ gegründet, in der sich Gasversorger sowie Vertreter der Landwirtschaft zusammengeschlossen haben. Gemeinsam wird in Zukunft „Bio-CNG“ vertrieben, das zu mindestens 20 Prozent aus Biogas bestehen wird. Ziel der Plattform: im Jahr 2013 sollen bereits 100.000 Gas-Fahrzeuge Bio-CNG tanken.
|
|




|