Ein in der Natur vorkommendes, unsichtbares und geruchloses Gasgemisch, das leichter als Luft ist und vorwiegend aus Methan (CH4) besteht.
Ja, Österreich kann etwa ein Fünftel seines Erdgasbedarfs aus heimischen Erdgasfeldern abdecken.
Ja, Methan entsteht beispielsweise in der Biogas-Produktion aus Pflanzen und Abfällen, eine andere Technologie erzeugt Bio-SNG aus Holzresten, die neueste Methode erlaubt über Elektrolyse und chemische Reaktionen sogar die Herstellung mittels Windstrom.
Compressed Natural Gas ist verdichtetes Erdgas, das Platz in den Fahrzeugtanks spart. Der Druck in den Behältern beträgt 200 bar, so kann eine ausreichende Menge Kraftstoff mitgeführt werden.
Das NGV ist ein KFZ, das mit CNG fährt: also das Erdgasfahrzeug oder Natural Gas Vehicle.
Ein monovalentes Fahrzeug (monofuel) hat nur einen Erdgasantrieb, bivalente Modelle (bifuel) fahren zusätzlich im Benzinbetrieb, haben also auch zwei Tanks.
Liquefied Petroleum Gas (LPG), auch Flüssiggas oder Autogas genannt, ist ein Raffinerieprodukt und nicht natürliches Erdgas.
Darunter versteht man verdichtetes Biomethan, das zuvor aus biogenen Rohstoffen erzeugt wurde. Es ist also nicht fossilen Ursprungs wie normales Erdgas, kann aber genauso wie dieses in Fahrzeugen verwendet werden. Mit reinem Bio-CNG könnte man beinahe klimaneutral fahren, also in der Gesamtbilanz gar keine Treibhausgase mehr emittieren – wenn genügend Biomethan vorhanden ist. Technologien dazu werden derzeit vielerorts getestet. Dazu handelt es sich um erneuerbare Energie, da sie aus nachwachsenden Pflanzen oder Abfall hergestellt wird. Die Bundesregierung will für die Zukunft erreichen, dass dem CNG an der Tankstelle mindestens 20 % Bio-CNG beigemischt wird.
Im Gegenteil: Schon die ersten Otto-Motoren im 19. Jahrhundert wurden für den Gasbetrieb konstruiert. In jüngerer Zeit gibt es seit Mitte der 1990er-Jahre CNG-Serienfahrzeuge.
Ja, ein Fachbetrieb mit dafür geschultem Personal kann einen CNG-Antrieb installieren. Der Benzinantrieb kann dabei erhalten bleiben. Es ist jedoch mit erheblichen Kosten von mehreren tausend Euro zu rechnen. Demgegenüber haben Serienfahrzeuge von den Kosten über die Motor-Optimierung bis zu Service und Garantieleistungen allerdings große Vorteile. Serienfahrzeuge kosten in etwa gleich viel wie Dieselfahrzeuge.
Bei PKW ist das derzeit nicht möglich. Mit LKW’s sind erste Versuche von Volvo in Skandinavien und England bereits im Laufen (siehe Dual-Fuel-Trucks).
Bei den heutigen Serienfahrzeugen sind keine Leistungsverluste spürbar. Durch die neu entwickelten Turbo-Motoren konnte diese sogar noch weiter gesteigert werden. Nur bei nachgerüsteten Fahrzeugen kann es zu Leistungsverlusten kommen.
Das Erdgas-Luft-Gemisch lässt sich im Motor stärker verdichten als das Benzin-Luft-Gemisch eines herkömmlichen PKW. Das steigert die Leistung bei niedrigerem Verbrauch.
Die Verbrennungsgeschwindigkeit von einem Erdgas-Luft-Gemisch ist geringer als die eines Benzin- oder Diesel-Luft-Gemisches. Ein Erdgasmotor ist dadurch laufruhiger und damit leiser.
Gar keinen, wenn die Tanks – wie meistens – in Unterflur-Bauweise installiert werden. Sie befinden sich dann wie die Benzintanks unter dem Boden. Wenn die Behälter im Kofferraum untergebracht werden, kommt es natürlich zu einem geringfügigen Platzverlust.
Die CNG-Tanks müssen – je nach Herstellerangaben – spätestens alle drei Jahre visuell gecheckt werden. Eine Dichtheitskontrolle, die früher üblich war, wird automatisch bei jedem Tankvorgang gemacht.
Erdgas ist weder toxisch noch krebserregend. Zur Wahrnehmung von austretendem Erdgas wird diesem ein durchdringender Geruchsstoff (Odormittel) beigemischt. Der ungefährliche Stoff ist stark riechend und wird so bereits bei einer Konzentration von einem Prozent – und damit weit unter der Gefahrengrenze (14 bis 16 Prozent) – wahrgenommen.
Die Behälter aus Stahl oder Verbundstoffen halten ein Mehrfaches des Betriebsdrucks aus, sind extrem hitzefest und werden vor der Produktion härtesten Tests ausgesetzt, die sie schadlos überstehen müssen.
Aus technischer Sicht spricht nichts dagegen, Einfahrtverbote für gasbetriebene Fahrzeuge beziehen sich auf LPG, das schwerer als Luft ist und sich bei einem Austritt nicht von selbst verflüchtigt Wien, Steiermark, Nieder- und Oberösterreich haben ihre Landesgesetze bereits angepasst, die anderen Länder sollten folgen. Daneben kann ein privater Betreiber in Einzelfällen die Einfahrt verbieten.
Crashtests bestätigen, dass Erdgasautos genauso sicher sind wie Benziner oder Diesel-PKW. Der TÜV SÜD schreibt in einer Presseaussendung 2009: „Entgegen häufiger Befürchtungen ist der Gasantrieb sicher. Statistisch brennen entsprechende Autos sogar seltener als solche mit konventionellen Kraftstoffen. Explodieren kann ein Gastank gar nicht.“
Moderne Fahrzeuge besitzen elektromagnetische Ventile, die dann die Gaszufuhr zum Motor unterbrechen. Im Brandfall öffnen sich ab einer gewissen Temperatur die Ventile gerade wieder so weit, dass das CNG kontrolliert abgeblasen wird und abbrennt, ohne zu explodieren.
Das ist je nach Tankgröße und Motorleistung sehr unterschiedlich. Bei den in Österreich erhältlichen Modellen reicht das Erdgas im Tank bis zu 600 Kilometer, dazu kommt dann noch der Benzin(not-)tank mit zumindest 14 l Benzin.
Nein, sondern viel weiter. Die energetische Ausbeute von einem Kilo CNG kommt der von 1,3 l Diesel oder 1,5 l Benzin gleich.
In den meisten Fällen nicht, da die Anschaffungskosten eines Erdgasfahrzeuges bei dem Großteil der verfügbaren Fahrzeuge im Bereich des Dieselmodells liegen.
Ja, in fast allen Bundesländern ist das der Fall, die Regelungen sind aber sehr unterschiedlich. Erkundigen Sie sich über die aktuellen Förderungen in Ihrer Region, auch auf dieser Website!
Je nach Fahrzeugmodell, der Kilometerleistung und Einsatzgebiet bis zu 50 % gegenüber einem Benzin- und bis zu 30 % gegenüber einem Diesel-PKW.
Einige Versicherungen bieten spezielle Öko-Kraftfahrzeug-Tarife an. Damit sind bei Versicherungsprämien Einsparungen von bis zu 10 Prozent möglich.
Als besonders umweltfreundlicher Kraftstoff wird CNG steuerlich bevorzugt, also weniger an Abgaben aufgeschlagen (das gilt auch für die NoVA beim Autokauf). Der Netto-Preis orientiert sich zwar am Rohölpreis, ist aber in der Vergangenheit deutlich stabiler gewesen als der Benzinpreis.
Der Ausstoß von Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid-, Ruß- und anderen Partikelemissionen wird beim Einsatz des Kraftstoffs Erdgas nahezu vollständig vermieden. Die Kohlendioxidemissionen sind bei Erdgasfahrzeugen bis zu 25 Prozent geringer. Der Ausstoß von Stickoxiden ist im Vergleich zum Dieselfahrzeug rund 70 Prozent niedriger. Die „weichere" Verbrennung des Erdgases vermindert zudem das Motorengeräusch deutlich.
Derzeit über 170, Tendenz steigend. Die Hauptverkehrsrouten und Ballungszentren sind bereits gut abgedeckt.
Mit dem Routenplaner auf dieser Website, mit speziellem Kartenmaterial, Apps für Smartphones oder speziell dafür ausgerüsteten Navigationsgeräten. Letztere gibt es auch für die Nachbarländer.
Die meisten der heute verkauften PKW werden als bivalente („bifuel“) Fahrzeuge angeboten. Sie verfügen also zusätzlich über einen Benzintank, der sich meist automatisch dazuschaltet oder manuell angewählt werden kann.
Nein, das Tanken ist sogar kinderleicht: Spezielle Stutzen und Anschlüsse verhindern Bedienfehler, da nur bei korrektem Anschluss Gas abgegeben wird.
Ja, denn nur wenn alles in Ordnung ist, fließt Gas. Zusätzlich können bei Erdgas auch keine giftigen Dämpfe entweichen.
Ja, man unterscheidet die beiden Qualitäten H(igh)- und L(ow)-Gas, welches einen geringeren Methangehalt aufweist. In Österreich wird aber nur CNG mit H-Gas-Qualität verkauft.
Ja. Einige Energieversourgungsunternehmen in Österreich bieten sogar Contracting-Lösungen inkl. Wartung und Reparatur an. Dies ist jedoch in der Regel nur für Unternehmen interessant.
Auch im europäischen Ausland geht der Ausbau des Erdgastankstellennetzes voran. Insgesamt kann man europaweit an über 3.000 Tankstellen Erdgas tanken. Auf ein besonders dichtes Netz von Gastankstellen kann in Norditalien zurückgegriffen werden. Daneben verfügen insbesondere Deutschland und die Schweiz über zahlreiche Erdgastankstellen.
Weltweit gibt es derzeit 12,6 Millionen Erdgasfahrzeuge und über 18.000 CNG-Tankstellen.
Ja, doch wurde die erste und bisher einzige reine Bio-CNG-Tankstelle Österreichs erst 2008 in Margarethen am Moos eröffnet. Da es sich um keine öffentliche Tankstelle handelt muss man sich einmalig registrieren um reines Bio-CNG zu tanken,. Weitere Standorte sind jedoch in Planung.
Das sagen nicht nur Automobilforscher, die NGVs als ideale Möglichkeit sehen, die Klimaziele nicht erst in ferner Zukunft zu erreichen. Die EU und die österreichische Bundesregierung haben vor, den NGV-Anteil in Bälde drastisch zu erhöhen. Weiters wurde durch die Energie-Unternehmen bereits viel in das Tankstellennetz investiert und so auch steigende Produktionszahlen bei den Auto-Unternehmen mit hervorgerufen. Bei diesen Entwicklungen nehmen erfreulicherweise gerade unsere Nachbarländer Deutschland, Schweiz und Italien Vorreiterrollen ein.
Generell bei jedem Vertragshändler des Herstellers Ihres Wunschfahrzeugs.
Weitere Fragen siehe auch: www.erdgas-mobil.de/presse/faq >>