Das Tanken an der Erdgas-Zapfsäule ist denkbar einfach und noch sicherer als der „normale“ Tankvorgang. Was passiert an einer CNG-Tankstelle? Aus dem Leitungsnetz wird das übliche Erdgas (oder eine Mischung mit Bio-CNG) bezogen und läuft dann durch einen Verdichter, der es komprimiert. Damit es nicht zu Vereisungen kommt, wird das Gas getrocknet und dann in einem Zwischenspeicher gelagert. Da es direkt aus diesen Druckbehältern in die Zapfsäule gelangt, geht das Tanken ebenso schnell vor sich wie das Einfüllen von Benzin oder Diesel („Fast Fill“). Dabei ist die Tankkupplung so gestaltet, dass Gas nur abgegeben wird, wenn alles korrekt angeschlossen und verriegelt ist. Das macht den Tankvorgang, den man selbst durchführen kann, mit CNG auch so sicher! Er endet normalerweise automatisch, kann aber auch vorzeitig abgebrochen werden.
Wenn (z.B. bei einem umgerüsteten Fahrzeug) ein anderer als der genormte Tanknippel verwendet wird, kann mit einem Adapter getankt werden. Dann allerdings nicht selbst, sondern durch das geschulte Tankstellenpersonal. Erdgas wird übrigens nicht per Liter, sondern per Kilogramm abgerechnet. 1 kg Erdgas ist deutlich billiger als 1 Liter Benzin oder Diesel, gleichzeitig fährt das Auto aber deutlich weiter damit.
Graphik: Fast-Fill Tankanlage (Prinzip)
PDF: Tankanleitung (OMV Gas & Power GmbH)