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Saubere Alternative

Mehr Erdgas für die Umwelt

Luftverschmutzung ist leider im doppelten Wortsinn in aller Munde. Ruß und Feinstaub machen die Verunreinigung unmittelbarer spürbar als die vielen unsichtbaren Gase. Erdgas verbrennt übrigens ruß- und partikelfrei. Nicht nur die öffentliche Aufmerksamkeit für Themen wie Treibhausgase, Ozon, Klimawandel und globale Erwärmung ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Nun hat auch auf der politischen Ebene europaweit ein Umdenken eingesetzt, das zur Festlegung von Klimazielen führte, die in den nächsten Jahren in nationalen Aktionsplänen umzusetzen sind.

Die österreichische Bundesregierung plant in ihrem Maßnahmen-Mix auch die Erhöhung der Anzahl von CNG-Fahrzeugen auf 200.000 bis zum Jahr 2020 ein. Man darf gespannt sein, welche Aktionen in diese Richtung gesetzt werden. In anderen Ländern ist der Trend bereits deutlich sichtbar: Italiens CNG-Fahrzeuge haben einen Marktanteil von 1,5 %, bei den Neuanmeldungen liegt der Anteil aber bereits bei 7 %. Sicher ist, dass bei einer derart massiven Erhöhung wie der geplanten auch die Zahl von Zapfsäulen für „saubere“ Autofahrer dramatisch steigen würde.

Sauber fahren hier und jetzt

In Österreich entstehen ca. 26 % der Luftverschmutzung durch Kohlendioxid (CO2), 44 % der Stickoxid-Belastung (NOx) und 13 % der Verunreinigungen durch Nicht-Methan- Kohlen­wasserstoffe (NMHC) im Verkehr – Werte, die besonders in den Ballungszentren dringend gesenkt werden müssen. Doch könnte man theoretisch nur durch die Forcierung von CNG-Fahrzeugen die ambitionierten EU-Vorgaben bis 2020 (die Autoflotten der Hersteller sollen einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von maximal 95 g/km aufweisen – derzeit liegt der Durchschnitt bei ca. 160 g/km) erreichen? Der Experte für Automobilwirtschaft Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer (Professor an der Universität Duisburg-Essen und Direktor von CAR – Center Automotive Research) gibt die verblüffende Antwort:

ja – und mit einem 20 %-Anteil an Bio-CNG sogar gleich, nicht erst 2020! Er hält CNG für die beste und auch kosten­günstigste Möglichkeit der CO2-Einsparung, denn Tankstellen sind vorhanden und die Technologie ist im Gegensatz zu anderen alternativen Antrieben ausgereift. Ob ein massiver Trend in Richtung CNG-Fahrzeuge geht, wird sich zeigen, doch eines ist klar und unbestritten: Mit jedem Erdgasauto, das ein Benzin- oder Diesel-Fahrzeug ersetzt, wird die Umwelt geschont. Warum ist das so? Die OMV hat folgende Berechnungen angestellt, die von optimierten Erdgasmotoren ausgehen:

Umweltvorteile gegenüber Diesel

(CNG-PKW im Vergleich zu Diesel-PKW mit Abgasstandard Euro 4 und Partikelfilter)

  • bis zu 15 % weniger CO2
  • bis zu 60 % weniger NMHC
  • bis zu 90 % weniger NOx
  • bis zu 15 % weniger Treibhauspotenzial
  • bis zu 80 % weniger Ozonbildungspotenzial

Umweltvorteile gegenüber Benzin

(CNG-PKW im Vergleich zu Benziner mit Abgasstandard Euro 4)

  • bis zu 80 % weniger CO
  • bis zu 20 % weniger CO2
  • bis zu 80 % weniger NMHC
  • bis zu 20 % weniger Treibhauspotenzial
  • bis zu 40 % weniger Ozonbildungspotenzial

Graphik: Erdgas - die saubere Alternative

 

Solche Berechnungen können je nach verwendeten Automodellen variieren und auch noch viel günstigere Werte für Erdgasautos ergeben. Prof. Dudenhöffer setzt die Treibhausgas-Emissionen in einer Studie bei – verglichen mit Benzinern – durchschnittlich -24 % (CNG), ‑39 % (CNG mit 20 % Bio-CNG-Anteil) und -97 % (reines Bio-CNG) an.

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