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EU-Ziele

Europäische Vorgaben

Die Europäische Union hat die Eindämmung von Treibhauseffekt und Klimawandel als zentrale Aufgabe erkannt, was positiv für das Fahren mit Erdgas wirken sollte.

Im Zuge des EU-Klimapakets 2007 wurden folgende Ziele festgeschrieben, die bis zum Jahr 2020 zu erreichen sind:

  • 20 % Steigerung der Energieeffizienz
  • 20 % Verringerung der Treibhausgasemissionen
  • 20 % Anteil von erneuerbaren Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch der EU (für Österreich: 34 %)
  • 10 % Anteil der Biokraftstoffe im Verkehr

2014 hat das EU-Parlament neue Grenzwerte für den CO2-Ausstoß bei Pkw beschlossen. Der CO2-Grenzwert muss bis 2015 auf 130 Gramm pro Kilometer reduziert werden, ab 2021 gilt für die gesamte Fahrzeugflotte von Herstellern im Schnitt eine Obergrenze von 95 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer.

Auch für leichte Nutzfahrzeuge wird (gemäß Verordnung Nr. 510/2011) ab 2014 schrittweise ein verbindlicher CO2-Emissionsdurchschnitt eingeführt, 2017 soll er 175 g/km betragen, 2020 höchstens 147 g/km. Bis dahin ist noch ein weiter Weg zu gehen, derzeit liegt die durchschnittliche Emission laut „Lebensministerium“ bei 187,9 g/km – freilich nur bei Diesel & Co.

Viele Erdgasfahrzeuge erfüllen die Vorgaben der EU schon heute. Kleinwagen wie der VW eco up!, der Seat Mii EcoFuel oder der Škoda Citigo CNG Green tec emittieren lediglich 79 Gramm CO2 pro Kilometer. Aber nicht nur Kleinwagen bleiben unter dem geforderten Grenzwert: so stoßen etwa der VW Golf TGI BlueMotion, der Audi A3 g-tron und der Seat Leon TGI weniger als 95 Gramm CO2 pro Kilometer aus. 

Grafik: Vergleich der Emissionsziele mit dem Potenzial von Erdgasfahrzeugen

Österreichische Umsetzung

Der erste Schritt zur nationalen Umsetzung der europäischen Klimaziele erfolgte in der  Energiestrategie 2010 der Bundesregierung. Hier einige Auszüge:

  • Die fahrzeugbezogenen Steuern und Abgaben sollen noch stärkere Anreize zur Ökologisierung der Fahrzeugflotte bieten, um die CO2-Zielwerte für den Flottendurchschnitt neuer PKWs zu erreichen.
  • Deutliche Steigerung der Biogasverwendung durch Markteinführung eines Bio-CNG-Mischgaskraftstoffes mit mindestens 20 % Biogasanteil bis hin zu reinem Biogaseinsatz, mit dem Ziel des Einsatzes von etwas mehr als 200.000 Fahrzeugen (auf Basis Bio-CNG) in der Flotte bis 2020.
  • Der Umstieg auf emissionsarme Fahrzeuge in Flotten von Betrieben und Kommunen wurde bereits bisher finanziell unterstützt, das soll weiter geführt werden.
  • Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) auf neue PKW soll in einer weiteren Ökologisierungsstufe noch stärker auf umweltfreundliche Fahrzeuge ausgerichtet werden.

Grafik: Entwicklung des Gasverbrauchs von CNG-Fahrzeugen in Österreich

Forderungen des FGW

Obwohl sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt hat, den Anteil alternativer Antriebe stark zu erhöhen, soll der NoVA-Bonus mit Ende 2015 auslaufen. Stattdessen werden im neuen NoVA-Entwurf Dieselfahrzeuge massiv bevorzugt, indem darin nur die CO2-Emissionen, nicht aber andere wichtige Schadstoff-Parameter, wie z.B. Feinstaub, Berücksichtigung finden. Der FGW möchte den umweltfreundlichen Kraftstoff CNG weiterhin gefördert wissen, und fordert die Bundesregierung auf, die geplante Streichung des NoVA-Bonus zurückzunehmen. Er sollte zudem auf 1.000 Euro angehoben und bis 31. 12. 2025 verlängert werden.