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Fiat Panda Natural Power: Der Bär ist wieder los

8.4.2021

Zuletzt war es ruhig um das CNG-Engagement bei Fiat. Die frühere PKW-Palette an CNG-Fahrzeugen reduzierte sich immer mehr und endete schließlich beim Panda. Immerhin seit dem Fiat Multipla das reichweitenstärkste Modell, dank des modernen und preisgekrönten Zweizylinder-Turbos. Nun folgt endlich die Neuauflage.

Der Konzernname lautet mittlerweile Stellantis, die Marke Fiat und die Modelle bleiben unverändert. Das gilt auch für den CNG-betriebenen Fiat Panda, der wie seine umweltschonenden Geschwister aus dem Nutzfahrzeugbereich weiterhin den Namenszusatz Natural Power trägt. Dieser geht nach der optische Auffrischung der Panda-Reihe jetzt wieder auf die Startposition. Der zuletzt im Gesamtmarkt stark ausgedünnte CNG-Klein(st)wagenbereich bekommt damit kompetenten Zuwachs und bietet eine echte Alternative mehr.

Twin-Air-Turbo-Motor mit neuer Auslegung

Die Leistung des Natural Power Aggregats beträgt aktuell 70 PS, doch dank Aufladung geht der 0,9-l-Turbo immer noch beherzt ans Werk. Die Reduzierung um 10 PS dürfte ein Zugeständnis an zunehmend restriktivere Abgaswerte sein, dem Fahrspaß mit dem charakteristischen Sound des Zweizylinders tut es kaum Abbruch. Das volle Drehmoment von 135 Nm steht ab 2.500 U/min bereit, rund 14 Sekunden braucht es für den 100 km/h-Spurt. Der Vortrieb endet schließlich bei über 160 km/h.

Charakteristisch für Fiats CNG-PKW ist die bivalente Auslegung, bei der ein größerer Benzinvorrat mit an Bord ist und man die Antriebsquelle durch manuelles Umschalten frei wählen kann. 12 kg CNG-Tank-Volumen und 35 l-Benzinvorrat sorgen für gute und günstige Reichweiten und problemloses Manövrieren durch jegliche "weiße Flecken" ganz gleich welcher Größe: ca. 350 km nahezu klimaneutral plus 600 km fossil sind drin. Umgekehrt wäre es zwar schöner und besser, aber bei den PKW priorisiert Fiat von jeher das Konzept "bivalent".

Zwei Ausführungen, ein Konzept

Nach wie vor basiert die CNG-Ausführungen auf dem 4x4-Chassis des munteren Bären. Der Panda NaturalPower kommt in zwei Modellvarianten daher. Die kernige City Cross-Version übernimmt, wie der Name vermuten lässt, zumindest die optischen Anklänge an das Geländemodell, Allradantrieb mit CNG ist aufgrund der Unterfluranbringung der CNG-Tanks allerdings nicht möglich. Alternativ dazu gibt es die dezenter auftretende CityLife-Ausführung mit identischer Technik. Das normale Gepäckabteil fasst kleinwagenübliche 200 l, mit umgelegter Rücksitzbank bis zu 870 l.

Ausstattung, Extras und Konfiguration

Serienmäßig rollt der Panda mit 4 Türen und 4 Sitzplätzen an, was Einstieg und Unterbringung komfortabler macht. ABS, ESP, Front- und Kopf-Airbags, Klimaanlage, Soundsystem sowie die zweistufige Servolenkung sind ebenfalls ab Werk dabei, beim City-Cross sogar Klimaautomatik. Verschiedene Pakete für Multimedia und Konnektivität, Assistenten für Sicherheitssysteme, zusätzliche Airbags oder praktische Extras wie Tischfunktion des Beifahrersitzes sind optional orderbar, gleiches gilt für einen fünften Sitzplatz. Im Fiat Konfigurator wird der CNG-Panda bzw. die Motorisierung leider erst nach Auswahl der jeweiligen Ausstattungslinie Life/Cross angezeigt. Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte können verwirren, sie scheinen auf den Benzinbetrieb bezogen zu sein. Im CNG-Betrieb dürften sie deutlich niedriger liegen: Nach früherem NEFZ-Zyklus waren es durchschnittlich 3,1 kg/100 und 85g CO2/km, aktuell liegen sie dann wie üblich etwas höher.

Quelle: gibgas

 

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